Heather Nova Collage

Heather Nova

Eine Stimme wie aus einem Traum, Texte, die von einem Ureinwohner sein könnten und eine Musik wie gewaltige Stürme und das Rauschen eines Gebirgsbaches. So empfinde ich Heather Nova, für die ich einfach nur schwer Worte finde.

Aber es ist nicht nur ihre Stimme, die mich seit dem Kauf des ersten Albums fasziniert, sondern auch das, von dem sie erzählt. Dazu die Musik, die sich aus Gitarre, Cello, Bass, Piano, Hammond, Schlagzeug und Percussions zusammensetzt.
Auf dem Cover des Album "Siren", das ganz in grün gehalten ist, wirkt sie wie eine Elfe. Ihr blondes Haar wird auf der Rückseite von einem goldenen Glitzer durchzogen. Die Augen blicken wie eine wilde Eingeborene, was auch relativ naheliegend ist, da sie mit ihren Eltern auf einem Boot gelebt hat. Sie kommt ursprünglich von den Bermuda-Inseln und ihre enge Naturverbundenheit fließt durch alle ihre Lieder.
Eine ungewöhnliche Kindheit und eine schwere Jugend, die einen Menschen, der erst spät in ein zivilisiertes Leben zurückkehrt fürs Leben prägen, hat Heather dazu veranlasst, Songs zu schreiben.
Sie hat mit 13 Gitarre gelernt und wurde musikalisch durch die Hippie-Eltern beeinflusst. Sie schreibt ruhigere Balladen, in denen fast nur ihre Stimme dominiert, wie auch exzentrisch anmutende Rock-Songs. Immer wieder kommen ihre Liebesgeschichten ans Tageslicht aber auch ein ganzes Seelenleben, das durch Wörter wie Flüsse und Insel beschrieben wird.

Ausstrahlung und Engagement

Ich habe ihre Lieder oft gehört in besonderen Momenten, für mich ist sie eine der wenigen Musiker/innen, die Magie in ihrer Musik haben. Die Musik verbindet mich persönlich mit dem Ursprung, mit der Natur und damit mit der Göttin. Ihre Ausstrahlung auf der Bühne ist unbeschreiblich. Mit ihrer Stimme allein ist sie in der Lage, das Publikum zu fesseln. Ob laut, ob leise, Heather verströmt immer wieder eine diese gewisse Art von Magie, die sicherlich nicht von ungefähr kommt. Ihre Großmutter soll indianinischer Herkunft gewesen sein und somit hat sie wohl ein spirituelles Erbe, mit dem sie bewußt wie unbewußt umgeht.

Ihre Liebe zur Natur äußert sich nicht nur in ihren zahlreichen, poetischen Songs, sondern auch im Engagement für den Umweltschutz. So unterstützt sie Greenpeace in Sachen Schutz der Meere und anderen Anliegen und ruft ihre Fans dazu auf, selbst für den Schutz der Umwelt aktiv zu werden. Zudem ist die Sängerin überzeugte Vegetarierin.

Discographie

the first recordingThese Walls - EP

Das erste Album, die First Recording, ist heute sehr rar, da es nur wenige Exemplare gibt und natürlich auch sehr begehrt. Die EP, die 4 Titel erhält, wurde 1990 in Londen produziert. Zu dieser Zeit war Heather noch unbekannt und lebte in nicht allzu guten Verhältnissen. Aber sie ist sicher hörenswert, bis jetzt fehlt mir die Scheibe allerdings noch.





glow starsGlow Stars

Das zweite Album, das ich zunächst für das allerste gehalten habe, ist ein ruhiges, sehr spirituelles Werk.  Es wurde 1993 herausgegeben und enthält 12 Titel, die eine nahezu eindeutige Verbindung zur Natur und deren Geist offenbaren. Selbst auf dem Back-Cover steht Heather in einer eindrucksvollen Haltung vor einem alten Tor und trägt einen Kranz auf dem Kopf und eine lange Blütenkette um den Hals. Glow Stars ist der erste Durchbruch für Heather und bringt eine Singleauskopplung (bzw. EP) "Spirit in You" mit.





blowBlow

Das erste Live-Album, das im selben Jahr von Glow-Stars veröffentlicht wurde, fand in Europa schon einige Resonanz. Man war auf sie aufmerksam geworden und auf das Album, das 9 Titel enthält. Auch wenn es nur einen einfachen Mitschnitt aus zwei Londoner Clubs enthält, so bietet das Album einen guten Eindruck von der schönen Live-Atmosphäre. Die ersten drei Titel der Platte sind auch auf dem nachfolgenden Studio-Album "Oyster" zu hören. Zudem zeigt "Blow" eines von Heather Nova`s Bildern, den neben der Musik ist zählt inzwischen auch die Malerei zu ihren Leidenschaften.





oysterOyster

Das Studio-Album Oyster, das 1994 erschien, verkaufte sich erstmals auch international und gab Heather Nova einen festen Platz in der Musik-Szene. Es ist etwas rockiger als "Glow Stars" und bietet trotzdem genug Platz für Emotionen. Meine Empfehlungen sind das abwechslungreiche "Heal" und das explosive "Sugar". Diese Titel habe ich direkt in mein Herz geschlossen und bis heute ist Oyster mein Lieblingsalbum geblieben. Das Werk enthält 12 Titel und hat drei Singleauskopplungen: "Walk this World", "Truth and bone"und "Maybe an angel".





live from the milkywayLive from the Milkyway - EP

1995 erscheint die EP "Live from the Milkyway" die einen kleinen Auschnitt aus Heathers großer Welt-Tournee enthält. Das Album wurde in Amsterdam aufgenommen und erstmals auch in den USA veröffentlicht. Sechs Titel hat die EP und ist immer noch heiß begehrt.





sirenSiren

Das Album Siren, das 1998 erschien, wurde auf den Bermudas aufgenommen und klingt nach den vier Elementen und nach den vier Jahreszeiten. Hierbei kommt ihre außergewöhnliche Stimme mehr denn je zu Tage und lässt das rauhe Leben am Meer durchrieseln. Sie erzählt alle ihre Verbindungen zum Usprung, den Frauen, den Männern und setzt einen Schlußpunkt mit "Not only Human". Dieses Lied ist mein absolutes Lieblingslied und macht deutlich, dass das Menschliche nur ein Teil von uns ist. Das Album hat 14 Titel, davon 3 Singles: "London Rain", "Heart and shoulder" und "I`m the girl". Mit Siren erntete Heather Nova großen Erfolg in Europa und erschien auf in vielen Magazinen auf dem Titelbild. Das nachfolgende Live-Album "Wonderlust" wurde während der "Siren"-Tour aufgenommen.





wonderlustWonderlust

Das zweite Live-Album (ausgenommen die Milkyway-EP) erscheint im Jahr 2000 und ist ein Mitschnitt aus einem Konzert im Kölner E-Werk. Man merkt, das Heather gerne in Deutschland spielt und die besondere Stimmung bei diesem Konzert festhalten wollte. Für sie hat ihre Wirkung auf das Publikum eine große Bedeutung, weil soviele Energien dabei freigesetzt werden. Wer diese Stimmung nachempfinden möchte, sollte sich das Album nicht entgehen lassen. Als besonderer Zusatz für Bruce Springsteen-Fans: "I`m on fire" - live performed von Heather Nova. Auch hier zeigt das Cover eines von Heather Nova`s Kunstwerken.





southSouth

Mit "South" versuchte Heather eine neue Richtung einzuschlagen. Die teilweise poppigen Songs machen der Melancholie aus früheren Alben Platz. Dieser musikalische Wandel fand nicht nur Befürworter, es gab sowohl am Album als auch an der nachfolgenden Tour deutliche Kritik. Und auch wenn die eher kommerzielleren Klänge auffällig sind, wurde das Album durch den Aufenthalt auf den Bermudas geprägt. Unter der poppigen Verpackung stecken also auch kritische Botschaften und Geschichten. Heather beschreibt in ihren Liedern das Leid eines Außenseiters (Virus of the Mind), die Macht und den Einfluss der Medien und gibt wiederum Einblick in ihre Spiritualität. Das Stück "Gloomy Sunday" wird einigen aus dem Film "Ein Lied von Liebe und Tod" bekannt sein. Der Schlusstrack "Just been born" hat es mir besonders angetan. 13 Titel beinhaltet das Album und die Singleauskopplungen "Virus of the Mind" sowie "I`m no Angel".





the sorrowjoyThe Sorrowjoy

Im gleichen Jahr wie "South" erschien auch ihr Gedichtband "the Sorrowjoy", der 45 Gedichte über die Natur und ihre Heimat, den Bermudas beinhaltet. Sie sind alle selbstgeschrieben und durch schöne Zeichnungen ergänzt. Der 72-seitige Band ist heute rar und wurde überwiegend auf Konzerten verkauft.








stormStorm

Im September 2003 erschien "Storm", ein reines Akoustik-Album. Alle Tracks sind deutlich sanftmütiger als die vorherigen Titel und konzentrieren sich auf das Wesentliche: Akkoustische Instrumente wie Gitarre und Piano und natürlich die fantastische Stimme. Auf der "Storm"-Tour wurde schnell sichtbar, was der Haupteinfluss dieser sanften Klänge haben könnte: Heather war schwanger. Das Album unterscheidet sich deutlich zu "Siren" und "Oyster". Die Songs sind harmonischer und haben nichts mehr von den dunklen Seiten, was ich natürlich auch ein bißchen schade finde. Ledeglich "Aquamarin" hat etwas mehr Melancholie in seinen Tönen. Die Singleauskopplung "River of Live" ist ein typischer, ruhiger aber nicht-melancholischer Heather-Song.




redbirdRedbird

Nach der Geburt ihres Sohnes Sebastian brachte Heather 2005 ein neues Album heraus - voll Energie, geprägt durch neue Einflüsse. Ganz in rot gestaltet, sagt die Gestaltung des Albums direkt etwas über die Themen ihrer Songs aus. Als junge Mutter verarbeitet Heather natürlich auch die Beziehung zu ihrem Kind wie z.B. in dem einfühlsamen Song "Motherland". Sie beschäftigt sich aber auch mit der Geschichte von Amelia Earhardt in "I miss my sky". Deutlich rockiger als "Storm" tritt Redbird dem Hörer von Anfang an in Erscheinung. Es hat aber wesentlich weniger von den dunklen, melancholischen Tönen ihrer ersten Alben. Dafür sind Songs wie z.B. der Opener "Welcome" zu eingängig, was wohl auch der Grund sein mag, dass diese Single als einer der wenigen öfters im Radio zu hören war. Auch ein wunderschönes Cover hat "Redbird" zu bieten, nämlich "Wicked game". Die rote Energie, die Heather in ihren Songs zur Geltung bringt, hat auch mit der Entdeckung des eigenen Körpers zu tun. Heather besingt ihn als ein Wunder, das Leben hervorbringen kann und Empfindungen verarbeitet. Auf der gleichnamigen Tour war auch übrigens wieder Berit Friedhal, ihre langjährige Gitarristin dabei. Ihr Gitarrensound ließ die Sanftheit der Studioaufnahmen vergessen und so waren die meisten ihrer Konzerte wieder als purer "Folk-Rock" zu bezeichnen.

Die Seite wird noch durch zwei Alben ergänzt.

Weitere Infos und aktuelle Tourinfos: http://www.myspace.com/heathernova#ixzz0rPIuDElC

Quellen: heathernova.de - Das deutsche Heather Nova-Portal



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Zuletzt aktualisiert am 17.05.2011
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