The Corrs - Eine irische Erfolgsgeschichte

The Corrs

"The Corrs" haben in den letzten Jahren das Musikgeschäft unheimlich bereichert. Die vier Geschwister, die zusammen die Corrs bilden, sind eine typisch irische Familie mit musikalischem Hintergrund und dem richtigen Riecher für Songs mit Wiedererkennungswert. Das Familienidyll, das aus Frontsängerin Andrea, Geigerin Sharon, Schlagzeugerin Caroline und Gitarrist & Keyboarder Jim besteht, hat in Irland Musikgeschichte geschrieben. Aufgewachsen in einem Haus, in dem Vater und Mutter selbst Musik machten, war die Vorraussetzung für die Gründung der Corrs besonders gut. Die Eltern unterstützen ihre Kinder und brachten ihnen verschiedene Instrumente bei.

Zunächst aber bekamen die vier die Chance, in einem Film mitzuspielen. Er hieß "The Commitments". Dabei lernten sie ihren Manager John Hughes kennen, der die Corrs zunächst unter seine Fittiche nahm. Somit entstand aus Musik und Film allmählich die Band. Die Rollenverteilung war allerdings anfangs noch durcheinander. Jeder probierte ein anderes Instrument, fest stand aber schon damals: Singen konnten sie alle. Der Gesang ist auch bis heute das Besondere an der Musik der Corrs geblieben.

Es dauerte ein paar Jahre, bis die Corrs in gute Hände kamen und einen Produzenten fanden, der von ihrer Musik fasziniert war. In den USA nahmen sie erstes Album auf: "Forgiven, Not Forgotten". Das erste Album besitzt das größte Folk und Rock-Potenzial. "Forgiven, Not Forgotten", die gleichnahmige Single, macht einen dynamischen Anfang. Es folgen viele klassische und ruhigere Balladen und dazwischen immer wieder gitarrenlastige Stücke und Instrumentale. Viele kleine Folk-Intros lassen die Herzen der Irland-Fans höher schlagen. Das Album war in den USA anfangs ganz erfolgreich, die Single "Runaway" lief auf den Radio-Stationen rauf und runter.

Natürlich gab es in ihrer Karriere nicht immer nur (Summer) Sunshine, vielerorts mußten sie auch unter Diskriminierungen leiden. Sie starteten eine USA-Tournee, mehr oder weniger erfolgreich. Doch der mittelmäßige Erfolg des Albums und der Tournee brachte die vier zurück nach Europa. Dort brachte ihnen die Fortsetzung ihrer Tour viele weitere Fans. Sie hatten weitere Filmrollen, unter anderem durften sie in der amerikanischen Fernsehserie "Beverly Hills 90210" mitspielen.

Gold und Platin waren die Ernte, die the Corrs mit "Forgiven, not Forgotten" gesät hatten. Ihre Landsleute liebten sie. Es folgte 1997 das zweite Album "Talk on Corners". Dieses Album hatte zunächst bei den Produzenten einen schweren Stand, wurde dann aber überall - außer in den USA veröffentlicht. Der Erfolg in Großbritannien blieb immer noch weitgehend aus, was sicherlich weniger mit der Musik zu tun hatte. Ansonsten waren die Corrs jetzt jedoch schon sehr erfolgreich. Am 17. März 1998 spielten die Corrs in der Royal Albert Hall in London, um auch die Briten zu ihrer Musik zu "bekehren". Fernseh- und Radiosender übertrugen das legendäre Konzert. Damit war auch die nächste Hürde geschafft.

"Talk on Corners" verkaufte sich weltweit 8 Millionen Mal, 1999 gaben die Corrs das Album als Special Edition heraus. Wieder gab es Gold und Platin und weitere Konzerte und Auftritte. Die Corrs arbeiteten 1998 bis 1999 u.a. mit Stars wie den Rolling Stones oder Luciano Pavarotti. Sie spielten im Vatikan und vor der Queen.

Nach ihrem großen Durchbruch durften sie bei MTV Unplugged spielen und nahmen gleichzeitig ein Album davon auf. Nicht nur bekannte Stücke gab es dort zu hören, erstmals wurden neue Lieder wie "Radio" und "At your Side" vorgestellt. Sie coverten REM`s "Everbody Hurts" und machten sich somit weitere Fans. Das Unplugged-Album zeigte sie von ihrer natürlichsten Seite und hatte einen sehr großen Erfolg.

Nach den eher traditionellen ersten beiden Alben folgte 2000 "In Blue", dass ein Stück weit kommerzieller und moderner daherkam. Jeder kennt wahrscheinlich die Singleauskopplung "Radio", die natürlich die beste Werbung für jede Radiostation ist. Auch die Singles "Breathless" und "At your Side" schlugen wie eine Bombe in die Charts ein. "At your Side" konnte man bei einer Fernsehwerbung der Aktion Mensch hören. Das Album hat ein modernes Gesicht mit einem gefühlvollen Hintergrund. Die traditionellen Instrumente sind nun aber ein bißchen weniger geworden. Die Sounds sind elektronischer, aber auch harmonischer, vor allem die Stimmen sind mehr im Einklang denn je. Das Album war mein ständiger Begleiter im Sommer 2000, wenn es mich nach draussen an den Rhein verschlug ;-)

Auch dieses Album kam ein Jahr später als "Special Edition" heraus. Es folgte ein Best-Of-Album und ein in Deutschland nicht erschienenes VH1-Live in Dublin-Album. 2004 gaben die vier ihr Album "Borrowed Heaven" heraus, dass sich mit der Single "Summer sunshine" direkt in den Charts plazieren konnte. Der fröhliche Popsong passte in die Sommerstimmung, das Album ist aber deutlich kommerzieller getrimmt als der Vorgänger. Hier fehlt es bereits deutlich an den traditionellen Instrumenten, die man hauptsächlich auf ihren Konzerten hören und sehen kann. Auch der tiefgründigere Song"Angel" hatte das Zeug zum "Hit", ezählte er doch eigentlich von der Beziehung der vier Musiker/innen zu der verstorbenen Mutter.

Ein Jahr später, im Jahre 2005 besonnen sich die Corrs wieder zu ihren Wurzeln. Ganz so, als müßten sie ihre Fans für die allzu popigen Songs endschuldigen, brachten sie diesmal ein traditonelles Album namens "Home" heraus. Das Album enthält für Corrs-Fans viele neue Songs, die eigentlich traditionelle, irische Songs sind, aber auch gewohnte Stücke wie z.B. "Old Town" oder "Haste to the Wedding". Neu interpretiert haben die vier das Stück "Black is the Colour", dass anfangs nur am Text zu erkennen ist. Alles in allem ein wunderschönes Folk-Album, dass an die Anfänge der Corrs erinnert.

Inzwischen sind die Corrs Weltstars und es gibt sicher kaum einer aus meiner Generation, der sie nicht kennt. Die Corrs sind damit der kommerziellste Act auf meiner Homepage. Aber trotz des großen Ruhms und dem Komerz haben sie sich die Ursprünglichkeit ihrer Heimat bewahrt. Fest steht nur eines: Sie sind und bleiben eine irische Erfolgsgeschichte.

Danke auch an einen netten Neuseeländer, der mich vor ein paar Jahren zu den Corrs gebracht hat. Danke Steve!  ;-)

Quellen zur Biographie:
www.corrs.4fans.net



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Zuletzt aktualisiert am 27.07.2007
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