Cara Dillon

Cara Dillon - Die Stimme Irlands

Cara Dillon ist für mich die Stimme Irlands, sie spiegelt mit ihrer Sanftheit und Klarheit die grünen Hügel und die frische Brise des Meeres wieder. Zugegeben - viel kenne ich noch nicht von diesem Land, für das ich jedoch viele Sympathien habe. Manchmal jedoch gebe ich mich mit der Musk zufrieden,die mir Geschichten erzählt von einem Land mit seinem außergewöhnlichen Volk und seiner Kultur. Genau das schafft die kleine blonde Irin, deren Heimat der Staat Derry in Nordirland ist, mit Leichtigkeit. Ihre Stimme verzauberte das Volk bereits, als sie noch Kind war - mit 14 Jahren gewann sie die "All Ireland Singing Trophy". In den Jahren ihrer Jugend sang sie in Irish-Folk-Bands wie Oige und De Dannan - später mit der Erfolgsband Equation, zu der auch die Lakeman-Brothers und die Sängerin Kathryn Roberts gehören. Sam Lakeman blieb ihr auf dem Weg ihrer Solo-Karriere erhalten und weil nicht nur die Musik die beiden verband, heirateten sie im Jahre 2003. Im Jahre 2006 gebar sie zwei hoffentlich musikalische "Nachfolger" - die Zwillinge Noah und Colm.

Als sie und Sam Lakeman 1996 die Band "Equation" verließen, vergingen vier weitere Jahre, in denen sie sich mit Songs schreiben und experimentieren von verschiedenen Musikstilen beschäftigten. Sie unterzeichneten einen Vertrag mit dem englischen Plattenlabel "Rough Trade Records", damals noch unter dem Namen "Blanco y Negro Records" bekannt. Bevor Cara ihr erstes Album veröffentlichte, sang sie zunächst bei Mike Oldfield den Song "Man in the Rain".Cara Dillon Im Jahre 2000 kehrte sie jedoch zu ihren eigenen traditionellen Wurzeln zurück. Sie nahm - zusammen mit ihrem Mann - ihr gleichnamiges Debut-Album auf, dass im Jahre 2001 unter dem Rough-Trade-Label erstmals veröffentlicht wurde. Das Album bekam sehr gute Kritiken und so gewann sie zwei große Musikpreise. Den "Award for Best Traditional Track" für die traditionelle Single "Black is the colour" sowie den "Horizon Award" als beste Newcomerin. Auf ihrem ersten, aber auch dem zweiten Album wurde sie dann nochmals von Seth Lakeman, Sam's Bruder, unterstützt. Dieser startete seine Solo-Karriere mit seinem ersten Album bereits ein Jahr später und ist heute ein ebenfalls sehr erfolgreicher wie talentierter Folk-Musiker, wenn auch "very british".

Nach ihrer ersten Solo-Tour ging es in ihrem neuen Zuhause in Somerset, im Westen Englands an ihr zweites Album "Sweet Liberty". Die süße Freiheit, wie man das Album zu deutsch nennen können, erweckt beim Hörer tatsächlich ein starkes Gefühl der Sehnsucht, vielleicht Fernweh und dem Traum eines ungezwungenen Lebens. Die Texte waren nicht nur traditionell, sondern gingen mehr in die Tiefe, beschreiben Gefühle, Sehnsüchte und die Liebe zur irischen Heimat. Die Songs besitzen eine starke Dynamik und Sam Lakemans Klavierspiel kommt an vielen Stellen meisterhaft zur Geltung.Sweet Liberty Das Album, das 2003 erschien, ist bis heute mein Lieblingsalbum geblieben. Besonders unter die Haut gehen mir immer noch Lieder wie "Broken bridges", "Falling like a star" oder "Where are you". Ein bedeutendes Stück auf dem Album ist auch "There were roses", das ursprünglich aus der Geschichte von Tommy Sands stammt. In diesem Lied geht es um zwei Freunde, die durch den Nordirland-Konflikt auseinandergeraten - einer von beiden stirbt letztendlich. Das bekannte Stück könnte wohl von niemand anderen als Cara Dillon die traurige Botschaft klarer erscheinen lassen. Der Song erregte große Aufmerksamkeit und ist bei den Fans sehr beliebt. Nach der Albumveröffentlichung erhielt Cara zusammen mit Sinead O’Connor, Enya und Roisin Murphysie im Jahre 2004 nochmals eine große Auszeichnung - den "Award for the best female singer".

Sie tourte nachfolgend um die ganze Welt - nicht nur in Europa war sie mit ihrer traditionellen irischen Musik erfolgreich. Auch in vielen asiatischen Ländern - darunter in Japan - gewann sie viele Fans (Link zur japanischen Fansite, s.u.). In den USA ging sie zusammen mit Mary Black, Sharon Shannon und Maura O'Connoll auf Tournee. Im Jahre 2006 folgte dann die Veröffentlichung des dritten Albums, "After the Morning". Das Album war nun wieder ein wenig ruhiger als sein Vorgänger, trotzdessen nicht ohne traditionelle Instrumente.After the Morning Es wurde zudem unterstützt durch Musiker dem Gitarristen Martin Simpson, dem Sänger Paul Brady, der mit Cara im Duett in "The Streets of Derry" zu hören ist, sowie das Tschechische Philharmonieorchester, das im Song "Garden Valley" zu hören ist. Sehr erfolgreich war die Single "Never in a million years"; die sich zwei Wochen lang in den BBC Radio 2-Charts hielt. In dem Song "October Wind" verarbeitete Cara den Tod ihres Vaters. Hingegen stellte "Bold Jamie" eine klassische irische Geschichte dar, die sich Cara selbst ausdachte, wie ich beim Konzert über den Song erfuhr. Das Album war sehr erfolgreich und verstärkte den geschlossenen Vertrag mit Rough Trade Records. Bei der anschließenden Tour sah ich sie erstmals auf einem Konzert in Ritterhude bei Bremen. Da Cara nur sehr selten in Deutschland Station macht, lohnt es sich dafür um so mehr, ein paar Kilometer quer durchs Land zu fahren.

Im Rahmen dieser Tour spielte sie 2006 bei der Eröffnungsveranstaltung des Ryder Cup in Irland vor sage und schreibe 300000 Menschen. Durch die Geburt ihrer Zwillinge im selben Jahr wurde es zunächst etwas ruhiger um Cara. Einzelne Projekte mit verschiedenen Musikern und unterschiedlichen Stilen ging sie dennoch an. Zusammen mit Jerry Douglas und Aly Bain veröffentlichte sie auf der DVD "Transatlantic Sessions 3" eine Dance-Version von "Black is the colour". Noch ein elektronisches Projekt ging sie mit Dan Reaves ein, mit dem sie "Ordinary Day" produzierte. Sie kam mit diesem Song in den UK Dance Charts sogar auf Platz 3. In der nachfolgenden Zeit ging sie abermals auf Tournee in den USA und spielte auf diversen Festivals. 2008 gab es dann wiederrum eine tradionelle Veröffentlichung: Sie nahm zusammen mit John Smith das Duett "If I proof false" auf und gab somit einen Vorgeschmack auf ihre erste Live-DVD "The Redcastle Sessions", die im Juni 2008 erschien. Die Auschnitte der DVD stammen aus verschiedenen Städten Irlands - die Songs sind eine Auswahl aller ihrer Alben, auch von dem neuesten, das im Jahr 2009 erscheint.

Das neue Album"Hill of Thieves" erschien in Deutschland offziell am 20. Februar 2009. Hill of Thieves Die Zeit nach der Geburt ihrer Zwillinge verbrachte Cara vorwiegend in ihrem Heimatort Dungiven. Dort schrieb sie zum ersten Mal Songs für eines ihrer Alben und wurde von dem Ort, in dem nicht nur sie, sondern auch eine Menge anderer Musiker ihre Wurzeln sehen, inspiriert. Das Album geht wieder stärker in die traditionelle Richtung. Verstärkt hört man nun Sam mit Gitarre und Klavier und die klassisch-irischen Instrumente wie Bodhran, Flöte und Fiddle. Auch Seth Lakeman hat hier ein wunderschönes Gastspiel in "Spencer the Rover". Dieses Album besticht mal wieder durch seine klaren Aufnahmen, die unverfälschten Instrumente und Cara`s unvergleichliche Stimme. Auf dem Cover des Albums erwartet mich jedoch eine deutlich andere Cara, mit kurzen Haaren und einem nicht mehr so mädchenhaften Gesicht. Sie ist Mutter geworden, was sie auf ihrem Weg nur noch einzigartiger machen kann.

Links und Quellenangaben:

Official Cara Dillon-Site
Die offizielle Cara Dillon-Seite, von die ich hauptsächlich als Quelle verwendet habe.

Cara Dillon in MySpace Hier gibts viel Musik und die Möglichkeit, Neues schnell zu erfahren.

Konzertbericht aus dem Belfast-Telegraph Der Bericht stammt vom 29. Januar 2009und enthält ein geniales Foto von Cara mit den Zwillingen, das ich hier aus Copyright-Gründen nicht veröffentlichen kann. Sollte der Artikel unter diesem Link nicht mehr erscheinen, habe ich hier lange nichts mehr aktualisiert - sorry!

Die japanische Fan-Site Die Japaner haben Cara auch schon entdeckt...

Die deutsche Fan-Site Hier findet ihr Infos von Cara Dillon's größtem deutschen Fan ;-) (nur eine grobe Vermutung...)



Zurück zum Inhaltsverzeichnis "Musik"

Zurück zur Startseite


www.bonnensia.de


Zuletzt aktualisiert am 08.02.2010
Copyright © 2009-2010 by Ilonka Normann