House of cards


The olden days are black and white on my TV
And nowadays the future looks the same to me
Unless you and I remind each other
To welcome welcome welcome welcome back colour
(Tina Dico, Welcome back colour.)

In diesem Bild steckt fast alles von mir. Mein Blut, meine Tränen. All meine Gedanken, Ängste, Sorgen, Gefühle, Ereignisse, Erregung, Trance, Entdeckungen, Einbrüche, der Tod, Selbstaufgabe, Zusammenbrüche, Hoffnungen und Liebe. Als ich es begann, stellte es für mich etwas anderes dar. Es war anders geplant. Oder vielleicht wusste ich auch gar nicht, was am Ende dabei rauskommen würde. Ich war oft auf dem Friedhof und nahm dort die Stimmung und die Inspiration auf, die mir selbst gerade unheimlich nahe war. Viele Stühle oder Gräber zwischen denen ich stand. Als der "Rahmen" stand, also die eher graue Landschaft mit Bäumen und Grabsteinen im Hintergrund und einem Umriss von mir selbst, der später im Vordergrund erscheinen sollte, ahnte ich noch nicht, was sich in diesem kleinen Gebäude, das auf dem Friedhof vermutlich mal als Brunnen oder Wasserspender gedient hat, abspielen würde. Dass eine Veränderung alles in Farbe tauchen würde. Die Karten waren in dieser turbulenten Zeit eine Hilfe, oder auch ein Stimmungsspiegel. Viele von ihnen tauchten immer wieder auf, so wie die Liebenden, die im Bild zu sehen sind. Aber auch die Lust war mehrfach da. Genauso wie der Tod und letztlich auch der Turm, der hier im Hintergrund zu sehen ist. Verständlich geworden sind viele Dinge erst später. Das Bild war wohl mein intensivster Prozess an einem Punkt wo ich dachte, dass es nicht mehr intensiver geht.



Zurück zur Seite "Bilder von Ilonka Normann"

Zurück zum Inhaltsverzeichnis "Kunst"

Zurück zur Startseite


www.bonnensia.de


Zuletzt aktualisiert am 01.05.2015
Copyright © 2003-2015 by Ilonka Normann