Feste im Jahreskreis

Die Feste im Jahreskreis, die ich hier vorstellen möchte, sind von sehr alter Tradition und bedürfen sicherlich mehr Erklärung. Ich halte die Einhaltung dieser Festtage für sehr wichtig, gerade in der heutigen Zeit, wo der eigentliche Sinn der Dinge aus alter Zeit verloren geht.

Man nennt sie auch "Jahreszyklen", die feste Einteilung eines Jahres, in der Natur und Mensch zusammenkommen und Zusammmenhänge begreifen, notwendige Vorbereitungen treffen, um im Rythmus der Natur für Dinge zu bitten, zu danken und auch zu einem Teil zu uns selbst und unserem Platz in der Welt zurückzufinden. Die alten Riten entstanden schon recht früh. Die Menschheit orientierte sich an der Sonne und dem Mond, dem Lauf und Stand der Gestirne. Daraus entstanden später die Jahre. Mit gewissen Beobachtungen und Berechnungen bagann man den kürzesten und längsten Tag im Jahr herauszufinden und feierte diese Feste unter dem Namen Sommersonnenwende und Wintersonnenwende.

Ein anderer Aspekt der Feste im Jahreskreis ist in der späteren Entstehung der Landwirtschaft zu sehen. Als die Bauern siedelten und ihre Äcker bepflanzten, richteten sie ihr Leben und ihre Arbeit nach diesen bestimmten Tagen aus. Es entstand Anfang und Ende eines Erntejahres. Dieses Jahr hat nichts mit unserem heutigen 365-Tage-Jahr zu tun. Zu dieser Zeit glaubte man noch an die Göttin und an eine Götterwelt, die großen Einfluss auf Gewinn und Verlust, Geburt und Tod, Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit in den Bauersfamilien hatten. Um ihre Belange feierten sie zu bestimmten wichtigen Tagen die Feste im Jahreskreis.

Offziell kann man sagen, beginnt das Bauernjahr erst am 30.04./01.05. mit dem Fest "Beltane", da es so eine Art Wiedererweckung des Lebens darstellt. Der Frühlingsanfang ist bereits vorbei und nun werden Fruchtbarkeitsrituale gefeiert, die auch für die Ernte der Bauern wichtig waren. Danach begann die Arbeit auf dem Feld erst richtig. Beendet wird das Bauernjahr am 31. Oktober mit dem Samhain-Fest. Es stellt eine Art Abschiedsfest dar, dass die sogenannte Ruhezeit von Samhain bis Imbolc einläutet. Die letzten Ernten sind eingeholt und nun hat man Zeit für die Familie und gedenkt auch deswegen an diesem Fest seinen toten Angehörigen und Freunden. Beltane und Samhain waren beides sehr wichtige Feste bei den Kelten. Das eigentliche Jahr geht hiermit nun zu Ende.

Ich werde die Feste im Jahrekreis nochmals ausführlich erklären und somit auch einige Dinge klarstellen, die bis heute in unserer Gesellschaft falsch dargestellt und auch falsch zelebriert werden. Ein Grund dafür ist leider auch die kirchliche Macht in früheren Zeiten, die die meisten heidnischen Feiertage abgeschafft oder in zweckmäßige, kirchliche Festtage umgewandelt hat, um die Menschen "auf den rechten Weg" zu führen. Habt keine Scheu, euch über den wahren Sinn der Festtage zu informieren. Hier geht es nämlich auch darum, böse Vorurteile über die Welt unserer Vorfahren abzubauen.

  1. Beltane
  2. Sommersonnenwende
  3. Lammas
  4. Herbstäquinox
  5. Samhain
  6. Wintersonnenwende
  7. Imbolc
  8. Frühlingsäquinox/Ostara


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Zuletzt aktualisiert am 17.03.2005
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