Isis - Die Göttermutter der Ägypter

Isis war eine wahrhaft "multifunktionelle" Göttin der Ägypter. Sie bekam im Laufe ihrer langen Verehrung mehrere Bedeutungen: Göttin der Liebe, Meergöttin, Gottesmutter, Mutter der Sonne, Königin des westlichen Himmels. In der obersten Funktionen war sie jedoch die Mutter und wurde auch so dargestellt, oftmals mit ihrem Sohn Horus. Übrigens sind Parallelen mit der Gottesmutter Maria, die oftmals mit ihrem Sohn Jesus dargestellt wird, nicht ganz abwegig. Heute feiern wir am 5. März den Tag der Isis, der besonders für Harmonie und Liebe genutzt werden kann.

Zunächst einmal wollen wir ein bißchen in die Familiengeschichte der Isis schauen. Aus der Verbindung zwischen dem Erdgott Geb, der auch mit dem griechischen Gott Kronos gleichzusetzen ist, und der Himmelsgöttin Nut sind vier Götterkinder hervorgegangen. Diese sind Isis, Osiris, Nephthys und Seth (Typhon). Es treten die zwei Paare Isis und Osiris, Nephthys und Seth neben ihrer geschwisterlichen Verwandtschaft auch als Ehegatten auf. Seth stellt in Ägypten der Gott des Bösen dar, ein Teufel also, der aus Eifersucht seinen verhassten Bruder Osiris umbringt. Er ertränkt Osrirs im Nil, dessen Leichnam Isis dann findet. Sie gebärt aus dieser Verbindung Horus, der als Nachfolger von Osiris die Königsherrschaft übernimmt. Osiris wird hingegen Gott der Unterwelt.

Die etwas späte und skurril erscheinende Totenhochzeit und Vereinigung von Isis und Osiris wird für die Ägypter zum Ausdruck der alljährlichen Nilüberflutung, die Leben und Fruchtbarkeit hervorbringt. Dies wird beim Neujahrfest am 14. Januar gefeiert. Osiris wurde als Gott der Erde, der Fruchtbarkeit und spielte in der Landwirtschaft eine große Rolle. Gute Eigenschaften, um gerade Frühjahrsrituale zu beleben. Isis war somit die weibliche Ergänzung, die als Mutter mit Heil- und Schutzkräften ausgestattet war. Der Isis und Osiris-Mythos spielte später noch eine Bedeutung für Griechen und Römer, die jedoch ihre eigenen Religions-Vorstellungen in den Kult mischten.

Dargestellt wurde Isis meist mit Kuhhörnern und einer Sonnenscheibe, die später in ihrer Funktion als Mondgöttin auch als Mondsichel ausgelegt wurde. Weiterhin gibt es von ihr viele Darstellungen mit Flügeln, die für ihren Schutz stehen und mit denen sie ihrem geliebten Osiris Leben eingehaucht haben soll. Der Tempel der Isis befand sich auf der Insel Philae, die im Süden Ägyptens liegt. Den Tempeldienst durften nur Priesterinnen verrichten.

Isis kann uns vor allem in einem Schutzritual nützlich sein. Dabei brauchen wir nur an ihre Flügel zu denken, die uns vor allem Bösen schützen oder vor Dingen, die wir loswerden möchten. Federn sollten uns helfen, eine Verbindung zu schaffen.
Bei Familienangelegenheiten und Fruchtbarkeitsritualen kann Isis uns ebenfalls beistehen.

Quellen:
www.sungaya.de - Das schwarze Netz
www.wikipedia.de



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Zuletzt aktualisiert am 15.03.2006
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