Hexentum

In diesem Kapitel meiner Homepage geht es natürlich viel um mich, meine religiösen Philosophien, auch die, die ich mit anderen teile und es geht auch hier um historische Ereignisse. Wenn man an Hexen denkt, tut man das immer mit einem bitteren Gedanken. Da sind die Bilder von hässlichen Alten, die mit dem Teufel im Bunde sein sollen. Und dann die vielen Hexenprozesse im Mittelalter, die einfache Hebammen und Arbeiterinnen an den Pranger brachten. Ich möchte hier schlechte Vorurteile über Hexen beseitigen und ein neues Bild über sie preisgeben.

Es hat Hexen wirklich gegeben und gibt sie bis heute. Viele halten das für eine Glaubensfrage. Aber um zu klären, ob sie existieren oder nicht, müssen wir das Wort Hexe erst mal definieren. Das Wort stammt ursprünglich von der Bezeichnung "Hagazussa" ab und das bedeutet: Die, die auf dem Zaun sitzt und den einen Blick in die "Anderswelt" richtet, den anderen in die Menschenwelt. Was ist denn nun eine Hexe? Meiner Meinung nach ist sie eine Frau, die zum einen Teil ein ganz normales Menschenleben führt und auf der anderen Seite immer wieder mit Dingen aus anderen Ebenen konfrontiert wird und damit arbeitet. Zwangsläufig wird man also hier an andere Ebenen glauben müssen, will man diese zwiegespaltenen Wesen verstehen. Klingt zu hochgestochen? Eigentlich reicht es letztlich, wenn man an ein Leben nach dem Tod glaubt. Und auch hier reicht es, sich klar zu machen, das Energie niemals verloren geht.

Kommen wir aber mal auf die kleineren Dinge des Lebens zurück. Eine Hexe kann sicherlich keine Wunder vollbringen. Sie kann keine Gegenstände bewegen oder verwandeln, sie kann nichts zur Unkennlichkeit manipulieren, denn das wären Dinge, die man höchstensfalls in diversen Fantasyfilmen finden kann. Die Realität sieht anders aus. Diejenigen Menschen, die merken, dass sie ein besonderes Talent haben, ein Talent, dass sie z. B. Gefahren schneller erkennen lässt, dass ihnen und anderen helfen kann. Diese Menschen sind im stillen Hexen, manche, ohne es zu wissen. Eine Gabe ist die eine Sache, auch ob man sie zum Guten oder zum Schlechten einsetzt. Aber der Glaube an Gottheiten, Rituale, die einem bestimmten Zweck dienen oder einfach nur jede Menge esoterischer Bücher und Gegenstände ist die andere Sache. Man kann sicherlich auch ohne die moderne Esoterik leben und man kann wenn man guten Willens ist, auch mit seinem eigenen Wirken sein Leben und das der anderen verbessern. Und dennoch haben die meisten derer, die sich heute als moderne Hexen verstehen, eine Vorstellung von einer Muttergöttin. Die Weiblichkeit spielt eine große Rolle im Hexentum. Das ist einer der Gründe, warum es unter den Hexen des Altertums soviele begabte Hebammen gab. Und dennoch ist dies eine Auslegungssache. So verschieden die Menschen sind, so unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse und Glaubensvorstellungen. In einigen Gegenden, vor allem in England gibt es einige Zusammenschlüsse von Hexen, die sogenannten Coven. In diesen Gemeinschaften leben mehrere Frauen, die ausgebildet werden, die alten Riten befolgen und sich viel mit der Natur beschäftigen.

Hexen leben heute meist unerkannt und unauffällig mitten unter uns und wirken im Stillen. Allerdings geht es einigen immer noch so, dass sie in einer Gesellschaft kein normales Leben führen. Meist werden die andersartigen Überzeugungen verschwiegen und unterdrückt. Dies ist zwar in unserer heutigen, toleranten Gesellschaft unvorstellbar und dennoch wahr. An vielen Dingen hat sich eben immer noch nichts geändert. Dabei sind die heutigen Hexen meist freundliche Zeitgenossen. Manche beschäftigen sich mit natürlichen Heilmethoden, andere wiederum beschäftigen sich mit esoterischen Medien wie Karten, Pendel oder Runen. Andere haben einen besonderen Bezug zum Mond, zu den Jahreszeiten, zu Tieren, zu Bäumen und allgemein zur Natur. Sie alle nutzen die große Kraft, die in allen natürlichen Dingen steckt, die uns umgeben.

Weiterführende Themen rund ums Hexentum: