Blickpunkt

Datum: 18.07.2004

Mythos "Sex and the City"

Ja, ich gebe zu dass ich inzwischen süchtig bin. Ich verpasse so gut wie keine Folge (muß schon ein wichtiger Grund vorliegen) der Kult-Serie "Sex and the City". Immerhin bin ich da nicht allein. SATC gilt zwar hauptsächlich als typische Frauenserie, aber auch viele Männer zappen neugierig auf den Sender Pro Sieben.

Das Erfolgsrezept der amerikanischen HBO-Produktion, die auch die Satire-Serie "Six Feet Under" produziert, liegt sicherlich zum Großteil an der lockeren Art, wie Hauptdarstellerin Carrie Bradshaw ihren und den Alltag ihrer Freundinnen erzählt. Doch es dreht sich hierbei nicht nur um teure Klamotten, Manolo Blahniks (besonders ausgefallene Schuhe) und Bettgeschichten. Es wird auch manchmal ganz leise um die vier Freundinnen namens Carrie, Charlotte, Samantha und Miranda.

Die vier Frauen sind im besten Alter und bis auf Charlotte typische Singles, die sich durch die vielseitige New Yorker Gesellschaft schlagen. Jede von ihnen hat einen anderen Charakter, gemeinsam haben sie aber ihre Vorliebe für Restaurant- und Barbesuche, große Auftritte und attraktive Männer. Die verschiedenen Charaktäre sind es auch, die manchmal eine Situation aus verschiedenen Perspektiven zeigt. Streit gibt es natürlich auch, vor allem zwischen Charlotte und Samantha.

Alle vier sind erfolgreiche Karrierefrauen, die unabhängig und stark sein wollen, sich jedoch realistischer Weise auch Schwächen eingestehen müßen. Letztlich macht dies die Serie so menschlich. Man verfolgt mit Kolumnistin Carrie die ersten erfolgreichen Dates, die One-Stands und die Beziehungskrisen. Man sieht die eigenen Erlebnisse vor seinem geistigen Auge: Die Begegnung mit dem Verflossenen, der Krach, die Eifersucht. Sicherlich ist ab da für einen Mann nicht mehr alles nachvollziehbar, aber immerhin können auch Männer hier noch etwas lernen ;-).

Natürlich möchte ich jetzt noch etwas auf die Hauptdarstellerinnen eingehen:
Carrie Bradshaw alias Sarah Jessica Parker hat einen lockigen Blondschopf und eine Vorliebe für die oben schon erwähnten Manolo Blahniks. Sie gilt inzwischen als Trendsetterin in der Modewelt schlechthin und bereichert die Serie immer wieder durch eine neue "Augenweiden". Oftmals ist sie unentschlossen, dabei aber spontan, ein guter Zuhörer und fast immer hilfsbereit. Ihre meistens fröhliche, aber auch nachdenkliche Art (wenn sie am Laptop ihre Kolumne schreibt) kommt bei den Zuschauern gut an und übermittelt auch die Erlebnisse der anderen. Wenn ich sie einem Sternzeichen zuordnen würde, dann der Waage. Sie verkörpert Weiblichkeit und Kreativität.

Die Zweite im Bunde ist Charlotte York alias Kristin Davis. Sie gilt als die biedere und eher zurückhaltende Brünette. Ihr Job in einer großen Galerie zeigt ihre Vorliebe für Kunst und alles Schöne. Sie legt Wert auf ein elegantes Zuhause und hat kleidungsmäßig eher den klassischen Stil. Charlotte heiratet innerhalb der 5 Staffeln zweimal und bleibt damit die Ausnahme der drei Singels. Sie bleibt ihren Idealen treu und haßt Samanthas ausführliche Bettgeschichten. Sie organisiert wichtige Ereignisse und hat zuweilen eine mütterliche Art. Wenn ich sie einem Sternzeichen zuordnen würde, dann dem Stier. Lebensziele, Familiensinn und Kunst spielen bei Charlotte eine Rolle.

Die älteste der vier Hauptdarstellerin ist Samantha Jones alias Kim Catrall, die aber auch gleichzeitig die meisten "harten" Szenen für die Serie liefert. Schließlich heißt es ja nicht umsonst "Sex an the City". Samantha hält nichts von langen Beziehungen, es schafft selten ein Mann (oder manchmal auch eine Frau) aus ihren Bekanntschaften, eine "Beziehung" von mehrwöchiger Dauer aufzubauen. Ihr Hobby wird ziemlich schnell deutlich und dabei hat sie kein Schamgefühl, auch wenig Taktgefühl und steht außerordentlich gerne im Mittelpunkt.
Wenn ich sie einem Sternzeichen zuordnen sollte, dann das des Löwen. Ihre dominante Art und ihr frivoles Leben könnten zu einer Löwin passen.

Zu guter Letzt erwähnen wir Miranda Hobbes alias Cynthia Nixon, die vielleicht seltsamste Frau der Serie. Miranda fällt mit ihrem kurzen Rotschopf sofort auf, auch sie ist ein wenig bindungsscheu und sehr eigen. Ihr Privater Bereich ist ihr heilig und nur selten läßt sie Fremde zu sich nach Hause. Kleine Alltagspannen können sie in Verzweiflung stürzen und Kochen ist für sie ein Fremdwort. Miranda gibt sich oft als starke und unabhängige Frau und hinter den Kulissen holt sie die Einsamkeit ein. Über Gefühle spricht sie nur mit ihren engsten Freundinnen und nimmt dabei die Erlebnisse der anderen dennoch ernst.
Miranda macht es mir am Schwersten. Doch wenn ich ihr ein Sternzeichen zuordnen sollte, dann das des Fisches. Sie ist sensibel aber nicht ohne Selbstbewußtsein.

Ich glaube, damit habe ich erstmal genug über die Hauptcharaktere von "Sex and the City" geschrieben. Wer mehr über die Serie wissen möchte, der sollte den untenstehenden Link nutzen. Für mich persönlich ist SATC immer eine sehr gute Ablenkung vom Alltag und nach der Serie bin ich meistens gut gelaunt aber auch nachdenklich. Man sollte nicht alle Macken und Modetrends ernst nehmen. Es gibt schließlich auch jede Menge zu lachen.

Leider wird es diesmal wohl die letzte Staffel sein. Der Fernsehsender Pro Sieben wiederholt zur Zeit Folgen aus der 3./4. Staffel und wird hoffentlich auch bald die letzten Folgen der bereits begonnen "Season5" senden. Zum Einsteigen empfehle ich natürlich die DVDs der ersten und zweiten Staffel, die ich allerdings auch noch nicht kenne.

Dies ist ein Bericht aus meiner Sicht und keine offizielle Beschreibung der Serie.

Bis demnächst,

Ilonka

www.prosieben.de/serie/sexandthecity


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Zuletzt aktualisiert am 18.07.2004
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